„Recht und Gerechtigkeit“
Wenn Du das liest, was geht Dir da durch den Kopf? Sicher hast Du auch schon Ungerechtigkeit erfahren. Entweder hat man Dich ungerecht behandelt. Oder Du siehst die viele Ungerechtigkeit im Alltag. Ich denke an den Einbruch in unserem Gemeinschaftshaus. So viel sinnlose Zerstörung. Nur weil jemand meinte, er könne sich am Eigentum Anderer bereichern. Und dann kommt nach Wochen die Mitteilung der Staatsanwaltschaft: „Das Verfahren wurde eingestellt.“ – Der oder die Einbrecher kommen also mir ihrer sinnlosen Zerstörung davon. Ich habe da schon den Eindruck, dass es ungerecht ist. Und so auch bei vielen Entscheidungen, die uns so täglich betreffen. Wut und auch Resignation machen sich breit. Was machen wir nur damit?
Ich schaue in meine Bibel. Und ich staune, dass da vor etwa 2786 Jahren ein Viehzüchter und Maulbeerfeigenbauern eine ähnliche Beschreibung über die Zustände im alten Israel beschreibt. Dieser Bauer hieß übrigens Amos und er stellt fest: „Ihr treibt mit der Gerechtigkeit Schindluder, ihr tretet das Recht mit Füßen!“ Wie sieht das praktisch aus? „Ihr hasst jeden, der vor Gericht für das Recht eintritt, und wer die Wahrheit sagt, den verabscheut ihr. Von den Ärmsten nehmt ihr Pachtgeld und verlangt auch noch Getreideabgaben… Ehrliche Menschen bringt ihr in Bedrängnis, ihr nehmt Bestechungsgelder an und lasst die Armen vor Gericht nicht zu ihrem Recht kommen.“ (Amos 5,10 ff) Die pure Ungerechtigkeit regiert hier! Aber Gott will das nicht! Er wird die bestrafen, die so ungerecht handeln. Das sagt ER immer wieder. Und das darf erstmal unser Trost sein! Gott wird über jeden Menschen ein gerechtes Urteil sprechen! Nur manche Menschen wollen das nicht wahrhaben. Aber es ist und bleibt wahr!
Was können wir nun aber tun? Auch da gibt die Bibel mir Antwort: Gott sagt: „Setzt euch für das Gute ein, allem Bösen aber kehrt den Rücken! Dann werdet ihr leben, und der HERR, der allmächtige Gott, steht euch bei.“ Und: „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ Jetzt wissen wir, was wir tun können: Selber gerecht mit den Anderen umgehen und das Recht achten! Dann kann auch in unserer Gesellschaft wieder Recht und Gerechtigkeit einziehen. Und wir dürfen uns freuen, dass unser Gott uns nie ungerecht behandeln wird.
Dein Hans-Jürgen Schmahl
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach. Die Bibel: Amos 5,24
Die Bibel: Hebräer 6,19
